“Nur derjenige, der immer wieder an seine eigenen Grenzen und darüber hinaus geht, wird erfahren, wo sie wirklich liegen“



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Zu meiner Person kann ich sagen, dass ich parallel zu meiner akademischen Ausbildung im Windsurfsport national wie international sehr engagiert und bekannt bin und diesen Sport Semi-Professionell betreibe.
Sowohl bei Lorch-Boards als auch bei Point-7 bin ich Teil des International und R&D Team und uns verbindet darüber hinaus eine enge Freundschaft. Regatten fahre ich vor allem in Deutschland, der Schweiz und in Italien, aber auch Südfrankreich, Polen und weiteren Ländern abhängig vom Austragungsort der Europa-, Weltmeisterschaften und World Cups.

In meiner Jugendzeit konnte ich sehr viele Erfolge erzielen, mitunter auch den 3.Platz bei den Youth World Championships 2003 in der U17. Seitdem kann ich National bei allen Regatten in der Herrenklasse immer wieder unter die Top10 fahren. Im August 2006 schaffte ich es dann mit nur 18 Jahren sogar beim Euro-Cup im Rahmen des Engadinwind auf den 12. Platz Overall im Slalom. Ein Jahr später gewann ich den ION-Man wiederum bei Engadinwind. 2008 schaffte ich es mit meinem TEAM-Windfinder das Team-Ranking bei der Deutschen Meisterschaft auf Sylt zu gewinnen und „Beste Windsurfteam Deutschlands“ zu werden.


Die Geschichte des Windsurfens startet sehr früh und ist ziemlich genau datierbar. Seit dem Tag als ich mit Schwimmweste oder Schwimmflügeln ins Wasser konnte, saß ich bei meinem Vater vorne oder hinten auf dem Surfbrett (das zu der Zeit noch knapp 4 Meter lang war).

Mit 4 Jahren hatte ich mein erstes Kindersegel mit nur 3,6qm und kurz darauf folgende das erste eigene Board. Ein kleines 80liter Wavebaord von Fanatic. Doch dabei blieb es nicht lange bis ich mich ein Jahr später in ein oranges Custom Slalom Board von Günter Lorch verliebte: Knall Orange, 90liter, und nur 6kg schwer.

Von da an gab es kein Halten mehr, jede freie Minute wurde auf dem Wasser genutzt. Ob Wind war oder nicht, das machte fast kein Unterschied. Mit 6 Jahren machte ich dann meinen Surfschein, jedoch musste ich die theoretische Prüfung nicht schriftlich machen, da ich zu diesem Zeitpunkt nur sehr begrenzte Schreibfähigkeiten besaß. Danach folgten meist gebrauchte Segel und Boards von Andy Laufer, mein großes Vorbild zu dieser Zeit.
Es folgten unzählige Windsurftage am Bodensee, aber auch in den Ferien am Gardasee, in der Karibik oder auf Mauritius. In St.Lucia durfte ich nur „an der Leine“ surfen, so war an meinem Brett an den hinteren Schlaufen ein 200 Meter langes Seil. Somit war zwar die Entfernung begrenzt, aber der Spaß sicher nicht.

Die erste Regatta: wann war das?

Nachdem mich Günter Lorch auf dem Wasser gesehen hatte, fragte er mich ob ich nicht mal Lust hätte an einer Regatta teilzunehmen. Da ich mich schon immer mit anderen messen wollte und dies auch von meinen Eltern gefördert wurde, war klar: ich werde schon bald meine erste Regatta fahren.
Da meine Eltern mir schon immer alles möglich gemacht haben, wofür ich sehr dankbar bin, war nur noch die Frage: Wo & Wann?
Ein halbes Jahr später stand ich staunend auf knapp 2000 Meter Höhe beim Engadinwind in Silvaplana, St.Moritz. Über 100 Windsurfer aus der ganzen Welt waren hier zum Marathon und World Cup erschienen und daneben wurden auch Läufe der „Super8“ gestartet, welche zu dieser Zeit die Jugend-Regatta Tour darstellte.
Zuvor hatte mein Vater noch sein altes Surfbrett verkauft und damals ein aktuelles Raceboard von Andy Laufer abgekauft. Ein blaues „AHD Diamond Race 72“. Zu dieser Zeit noch ein Kursrennbrett, heute würde es als Slalomboard durchgehen, welches mir zu meinen ersten Siegen verhelfen sollte.
Die erste Regatta entfachte in mir das Feuer und schon ein Jahr später gewann ich genau diese „Super 8“-Regatta des EngadinWind in der U17 mit diesem AHD, einem Camberlosen Freeridesegel und einer gelben Tectonics Finne. Dieser erste Sieg war der Startpunkt meiner Karriere im Windsurfen mit allen ihren Erfolgen aber auch Rückschlägen. Jedoch wurde mir schon sehr früh beigebracht:
„Der Unterschied zwischen Gewinner und Verlierer ist, dass Verlierer nach einem Sturz unfähig liegenbleiben, währenddessen Gewinner wieder aufstehen und aus diesem Sturz gestärkt herausgehen. Denn es ist Notwendig Fehler zu machen, aber nur um aus ihnen zu lernen.“

Nach mehreren Siegen in Deutschland und dem zweifachen Gewinn der Jahresendrangliste der Formel Jugend in der U18 sollte ich den bisherigen Höhenpunkt meiner sportlichen Karriere erleben:

3. Platz bei der Jugendweltmeister 2003 U17



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Als ich mich am Gardasee bei den „Youth World Championships“ einschrieb und registrierte, wusste ich überhaupt nicht was mich erwarten würde. Es war meine erste große internationale Regatta und es wurde mit dem 3. Platz gleich ein riesiger Erfolg. Es folgten unzählige Lauf- und Regattasiege in der Jugendklasse, in der Formula Jugend, Internationalen Bodenseemeisterschaften und im Schweizer Cup. Alle im Detail aufzuzählen würde den Rahmen sprengen, aber die größten Erfolge sind in den „Results“ aufgeführt.

In der 11. Klasse zog es mich dann auf die andere Seite der Welt, an die nördlichste Spitze der Nordinsel Neuseelands. Hier besuchte ich 4 Monate lang die Pazifik Windsurfing Akademie, mit vormittags speziellem Englisch Unterricht und den Rest des Tages mit Windsurfen. Mir wurden die verschiedenen Spots gezeigt und ich konnte mich zum ersten Mal so richtig in der Welle und Brandung austoben, was am Bodensee nicht so möglich ist. Es war eine tolle Zeit mit vielen neuen und prägenden Erfahrungen und es sollte nicht die letzte Windsurfreise außerhalb Europas bleiben.

In den ganzen Jahren des Windsurfens wurde mir vor allem die Schweizer Regattaszene zur zweiten Heimat. Anfangs vor allem durch die geographische Nähe meiner Heimat zur Schweiz sammelte ich einen Großteil meiner Erfahrung und fand Freunde im Schweizer TCS Windsurf Cup. Daneben der Gardasee, welches zu meinem Feriendomizil mit vielen Freunden, Trainingspartnern und Regatten wurde, zu dem ich immer wieder für ein, zwei oder auch drei Wochen in den Süden fahre. Hier lernte ich auch meinen aktuellen Segelsponsor und guten Freund Andrea Cucchi ITA-1 kennen. Da der Deutsche Windsurf Cup, nur an der Nord und Ostsee stattfindet und dies immer mindestens 900km „one-way“ waren, fuhr ich meinen ersten DWC erst 2007 auf Rügen, worauf Norderney und die Deutsche Meisterschaft auf Sylt folgten. So schaffte ich es gleich bei meiner ersten Deutschen Meisterschaft auf Sylt unter die TOP10 mit einem 8. Platz im Slalom und das bei den härtesten Bedingungen seit 20 Jahren , bei einer Deutschen Meisterschaft in Westerland mit bis zu 35 Knoten Onshore Wind und mit 3 bis 4 Meter hohen Wellen.

Den Winter verbrachte ich 2008 im Süden von Sardinien im „Point-7 R&D Quarter“ bei Cagliari. Hier konnte ich zusammen mit dem Point-7 Team die neuen Segel testen, trainieren und von Andrea Cucchie (8-facher Italienischer Meister) lernen.

Windsurfen ist ein elementarer Bestandteil von mir und wird es auch immer bleiben. Es ist eine unbeschreibliche Art der Freiheit und der Sport ist in seiner Kombination aus Natur, Hightech-Material und körperlicher Fitness einmalig.

„Was die Universität für den Geist ist, das ist Windsurfen für die Seele.“