„Das Bild vom Manager als Strategen spricht viele Chefs an. Es hat jedoch bestimmte Lücken und die Alternative hierzu scheint ebenso angemessen: Der Vorgesetze der auf einer Woge von Ereignissen und Entscheidungen surft, ohne wirkliche Chancen die Entwicklung zu beherrschen und zu kontrollieren. Wir meinen, daß die Kunststücke, die der Boss mit seinem Surfbrett hoch auf der Woge vorführt. Den weiteren Verlauf der Woge vermögen sie aber höchstwahrscheinlich nicht zu beeinflussen: Manager Surfen, Strategen sind sie nicht.“

Gunnar Wetserlund&Sven-Erik Sjöstrand, Organisationstheoretiker.

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Surfer oder Stratege? In einer Welt voller Komplexität, Unsicherheit und Paradoxien, ist es schwer sich ein endgültiges Urteil darüber zu bilden ob Manager Surfer oder Strategen sind oder sein sollten. Damit aber keine dieser beiden Seiten vernachlässigt wird, versuche ich immer die Balance zwischen dem Windsurfen und Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Zeppelin University zu halten. Denn wie schon Josef Ackermann im Interview mit dem "Manager Magazin" im März 2004 hinwies:

"Wer sich nicht darauf einstellt, wie die Welt funktioniert, wird niemals erfolgreich sein" 


Um in dieser Welt Erfolg zu haben, muss man wissen wie sie funktioniert. Um dies herauszufinden startete ich mein generallistisches Wirtschaftstudium im „Corporate Management & Economics“ an der erst 2003 gegründeten Zeppelin University in Friedrichshafen. Zuvor machte ich mein Abitur mit 1,7 und gewann Mathematik- und Physik-Preis an dem privaten Internatsgymnasium Schloß Gaienhofen. Hierbei belegte ich schon ein spezielles Zusatzfach „Business and Society“, welches die Grundlagen der Volkswirtschafts- und Betriebswirtschaftslehre mit gesellschaftlich verantwortungsbewusstem Handel kombiniert und mir den Weg zu meinem Studium an der Zeppelin University weisen sollte, welche sich als Universität zwischen Wirtschaft, Politik und Kultur versteht. In meinem Studium faszinierten mich vor allem immer mehr die Macht und das Potenzial von Wissen. Um erfolgreich zu sein, muss man nicht nur effizient sondern vor allem effektiv sein und somit die richtigen Entscheidung treffen. Neben dem Sport ist somit meine zweite große Leidenschaft das Studium der Wirtschaftwissenschaften, um die Wirtschaft und die Finanzmärkte dieser Welt mit ihren teils logisch kausalen, teils komplex paradoxen Zusammenhängen zu verstehen.

Die Wirtschaft und das Finanzwesen ist ein elementarer Bestandteil unserer Gesellschaft und ihrer Entwicklung. Die Macht und Kraft des Kapitalismus und der Märkte in Kombination mit dem ständigen Streben das jeweilige individuelle Lebensniveau zu verbessern, haben zu einem Reichtum geführt, welcher noch vor 150 Jahren undenkbar gewesen wäre. Weil jedoch nichts auf dieser Welt perfekt ist, gibt es weder perfekte Märkte noch perfekte Lösungen. Die Welt besteht aus begrenzten Kapazitäten, Informationsassymetrien, Paradoxien und komplexen Strukturen, die man versuchen muss zu verstehen um in ihr erfolgreich zu sein und um damit wiederum nicht nur einen individuellen sondern auch gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen. Aus diesen Unvollkommenheiten resultieren mehr offene Fragen als Antworten und jede Antwort impliziert neue Fragen, welche die Antriebsfedern für weitere Entwicklungen sind.

Eine jahrhunderte alte deutsche Weisheit besagt:

„Jeder ist seines Glückes eigener Schmied“

. In diesem Sinne bin ich überzeugt dass jeder für sein Leben und Handeln selber verantwortlich ist und diese Verantwortung übernehmen muss. Mir ist dabei sehr wohl bewusst, dass keine völlige Gleichheit von Chancen vorliegt, jedoch bin ich der Überzeugung, dass jeder die Möglichkeit hat seine Träume zu verwirklichen, wenn er nur daran glaubt und hart genug dafür arbeitet. Vor allem gilt es den Mut zu haben, die Chancen, die sich einem bieten, zu erkennen und zu nutzen. Genau hier sehe ich auch große Gemeinsamkeiten des Wirtschaftsstudium mit dem Windsurfen: Seine Ziele im Blick haben, diszipliniert dafür zu arbeiten, Chancen nutzen, Entscheidungen treffen, Akzente setzen, Verantwortung übernehmen, immer das Beste geben und dabei seinen eigenen Weg gehen. Nichts ist einfach im Leben und man wächst nur an Herausforderungen, denn wie schon Henry Ford anfang dieses Jahrhunderts schrieb:

Uni1

"When you are sad, because the entire world is against you, then remember that the air plane takes off against the wind - not with it!" (Henry Ford)